Vereinsgeschichte

Entstehung der Ski-Zunft Stuttgart-Rohr

Einige der aktiven Sportler des Skiclub Rohr hatten in den Jahren 1950 bis 1960 unter der Leitung des verantwortlichen Sportwartes Albert Röhrle recht ansprechende, sogar teilweise sehr gute Leistungen im Skisport, sowie auch in den sommerlichen Übergangszeiten im Waldlauf und Faustball, vollbracht. Durch die Teilnahme an Wettkämpfen im Langlauf, im Sprunglauf und in der nordischen Kombination, sowie im Sommer an Waldläufen und Faustballturnieren, entstanden zwischen den Aktiven und dem Vorstand des Skiclubs Rohr Differenzen die Finanzierung der Teilnahmen betreffend.

Diese führten schließlich dazu, dass eine größere Gruppe um Albert Röhrle aus dem Skiclub Rohr austrat. Nach einigen Besprechungen wurde innerhalb dieser Gruppe beschlossen, einen neuen Verein zu gründen.

Das Treffen zur Gründung des neuen Vereins fand am 4. November 1960 im Gasthaus „Rössle“ in Rohr statt. Der Name des neuen Vereins war schnell gefunden:

Bei der Gründung waren genau 7 Erwachsene und 9 Jugendliche anwesend. Die Anzahl der Erwachsenen reichte gerade aus, um einen Verein zu gründen.

Gründungsmitglieder:

Albert Röhrle
Dieter Hertneck
Karl-Heinz Hertneck

Heinz Seher
Erika Dengler

Elfriede Seher
Karl Schwarz

Jugendliche:

Helmut Hertneck
Dorle Supper
Eberhard Zeiss

Klaus Fink
Hinrich Peiper
Heinz Gutjahr

Willibald Amon
Wolfgang Amon
Karl-Heinz Güntner

Der erste Ausschuss

1. Vorstand
2. Vorstand
Sportwart
Kassier
Jugendwart
Schriftführer
Frauenwartin

Dieter Hertneck
Karl-Heinz Hertneck
Albert Röhrle
Karl Schwarz
Heinz Seher
Klaus Fink
Elfriede Baronowsky

Sämtliche Mitglieder der Vorstandschaft sind mit der Wahl einverstanden und verpflichten sich, sich stets für die Ski-Zunft Stuttgart-Rohr in vollem Umfang einzusetzen.

Historie der Vorstandsschaft

  1. Dieter Hertneck und Karl-Heinz Hertneck
  2. Dieter Hertneck und Walter Ellinger
  3. Walter Ellinger und Dieter Hertneck
  4. Dieter Hertneck und Walter Ellinger
  5. Ingo Schulz und Manfred Braun
  6. Ingo Schulz und Peter Raez
  7. Peter Raez und Thomas Bode
  8. Ilona Butemann und Thomas Bode (aktuell, Stand 21.03.2019)

Der aktuelle Ausschuss zum Erscheinen des Jubiläumsheftes (2010)

1. Vorstand
Kassier
Jugendwart
Beisitzer
Sportwart
Fußballwart
MTB-Wart
Seniorenwart
Beisitzer
Hüttenwart
Vergnügungswart
Sonderebewirtung

Ingo Schulz
Volkmar Schulz
Martin Butemann
Holger Stricker
Albert Röhrle
Alexander Schmidt
Thomas Bode
Dieter Hertneck
Falco Lehmann
Gert Schlüter
Sieglinde Jekel
G. & M. Braun und

2. Vorstand
Schriftführer
Pressewart
Beisitzer
Alpinwart
Faustballwart
Wanderwart
Frauenwartin
Beisitzer
Platzwart

E. & W. Weitmann

Peter Raez
Anke Schmidt
Melanie Augustin
Thomas Bode
Torsten Fruh
Dieter Rommel
Rolf Bauch
Edelgart Schulz
Manfred Braun
Peter Raez

Der erste Zunftabend fand bereits am 18. November 1960 statt. Die erste Weihnachtsfeier wurde am 17. Dezember 1960 im Gasthaus „Rössle“ mit schon 25 Mitgliedern gefeiert. Der erste offizielle Jugendzunftabend fand am 15. März 1963 mit 10 Jugendlichen im Vereinslokal statt.

Bei unserer einjährigen Vereinsfeier am 4. November 1961 sind wir bereits auf 77 Vereinsmitglieder angewachsen, davon sind 32 Jugendliche und 18 Erwachsene sportlich aktiv. Das Gasthaus „Rössle“ bleibt bis 1968 das Vereinslokal der Ski-Zunft Stuttgart-Rohr .

Unser Sportwart Albert Röhrle hatte angesichts der vielen aktiven Sportler im nordischen Bereich die Idee, in Musberg an der Eselsmühle eine Sprungschanze zu erstellen. Mit dem Einverständnis der Familien Bauer und Gmehlin wurde bereits im Sommer 1961 mit dem Bau der Sprungschanze begonnen.

Die Schanzenweihe fand mit den Bezirks-Meisterschaften am 14. Januar 1962 bei guten Schneeverhältnissen statt. Im Laufe des Jahres 1962 wurde unsere Sprunganlage dann mit einem Stahlrohrsprungturm und einer Flutlichtanlage versehen.

Bis 1975 wurden weitere Skiveranstaltungen bei guten Schneeverhältnissen auf der Schanze durchgeführt. Das „Aus“ für unsere Sprunganlage begann ab 1976 durch zunehmend warme und schneearme Winter, es war leider keine Veranstaltung mehr planbar.

vom Vereinslokal über die Hütte zum Vereinsheim

Vom Tag der Gründung bis in das Jahr 1968 ist das „Rössle“ unsere Vereinsgaststätte, dann müssen wir leider umziehen, da die Ski-Zunft inzwischen einfach zu groß geworden ist. Vorübergehend, von 1969 bis im Juni 1972 wird das Gasthaus „Waldhorn“ zum neuen Vereinslokal, aber ab 1970 schlummert ein anderer Gedanke in unseren Köpfen:

Unsere eigene Skihütte

Im Juli 1972 ist es dann so weit, in einer Blitzaktion bauen wir unsere eigene Skihütte auf dem Thingplatz. Einweihung der Hütte war am 21. Juli 1972. Zunächst wurde die ganze Hütte, Herd, Heizung, und Licht alles mit Gas betrieben. Erst ein Jahr später legten wir wieder in einer Blitzaktion Strom in unsere Hütte. Alles hell, einfach toll. Hier fanden nun Zunftabende, Feste, Faustballturniere und vieles mehr statt, bis zum 31. Dezember 1984.

Ab dem Jahr 1982 wurde für die Bewohner des angrenzenden „Hans-Rehn-Stifts“ eine Grünanlage mit rollstuhltauglichen Wegen gesucht und außerdem fehlte für das Wohngebiet in dem sich der Thingplatz befindet, ein Kinderspielplatz.

Die Stadt Stuttgart suchte nach einer Lösung für alle Beteiligten. Die Lösung ergab sich dann, als im Jahr 1983 durch eine Umplanung des Industriegebiets Vaihingen-Möhringen die Möglichkeit entstand, einen Teil der Grundstücke, die für die Zufahrtsstraße ins Industriegebiet gedacht waren, zu übernehmen. Die Stadt bot der Ski-Zunft ein Areal an, das groß genug ist, um zwei Faustballfelder und ein Vereinsheim zu erstellen.

Richtig ernst wurde es dann im Frühling 1984, als wir mit den Bauarbeiten beginnen konnten. Der Untergeschossrohbau wurde von einer Baufirma erledigt, den „Rest“ bauten die Vereinsmitglieder in 8500 Stunden Eigenarbeit auf.

Zum Abbauen und wieder Aufbauen des Gebäudes hatten wir einen Richtmeister der Fertighausfirma zur Unterstützung unserer Vereinsmitglieder vor Ort. In stundenlanger Kleinstarbeit wurden alle Bau- und Einzelteile des Gebäudes nummeriert, um späteren Verwirrungen vorzubeugen, allein das Dach bestand aus mehr als 150 einzelnen Platten, die beim Aufbau alle wieder genau an ihren Platz gesetzt werden mussten. Auch sonst war wieder Improvisationstalent gefragt. Die 15 Meter langen Dachelemente wurden beispielsweise mit einer zweckentfremdeten Betonpumpe demontiert, anschließend ging die nagelneue Maschine nach Saudi-Arabien. Am neuen Standort wurde das Gebäude auf dem vorbereiteten Kellergeschoss wieder aufgebaut.

Von nun an war jedes Wochenende und für manche auch die ganze Woche über werkeln angesagt. Zwei Wochen später war dann schon das Dach gedeckt und der Innenausbau konnte beginnen: Bodenbeläge, Wände, Einbau der Heizung, Fenster, Verlegung der Elektrik, isolieren der Wasserrohre,… die Arbeiten zogen sich fast bis Weihnachten hin. Die Versorgung des Bautrupps mit Essen und Getränken funktionierte die ganze Bauzeit über hervorragend und so blieb auch der Geselligkeit Raum und neue Pläne konnten in gemütlicher Runde besprochen werden.

Das alles wäre aber nicht möglich gewesen, wenn die fleißigen Handwerker nicht von ihren Frauen und Familien unterstützt worden wären.

Ab dem 1. Januar 1985 haben wir dann unser neues Vereinsheim für das Vereinsleben nutzen können. Die offizielle Einweihungsfeier mit Gästen der Stadt Stuttgart und den Ortsvereinen wurde dann am 27. März 1985 begangen.

Seit dieser Zeit finden in unserem Vereinsheim die unterschiedlichsten Veranstaltungen, Faust- und Fußballturniere, Geburtstage, Hochzeiten, die Skibörse und nicht zuletzt jeden Freitag unser Zunftabend statt.

Wir hoffen und wünschen, dass unser in Eigenarbeit erstelltes Vereinsheim der nachfolgenden Vereinsjugend und der ganzen Ski-Zunft Rohr noch viel Freude bereiten wird.

Jubiläen des Vereins

Seit der Gründung unseres Vereins am 4. November 1960 haben wir nun schon so einige Jubiläen feiern können und haben dabei einen Streifzug durch so mancher Räumlichkeiten in der Umgebung gemacht.

Das 10 jährige Jubiläum fand im Rahmen der Winterabschlussfeier mit den ersten Mitgliederehrungen in der Turnhalle in Musberg statt.

Unser 25 jähriges Vereinsjubiläum wurde groß begangen. Am Freitag den 11. Oktober 1985 haben wir einen Festzunftabend in unserem Vereinsheim durchgeführt, wobei das größte Geschenk, das sich der Verein selbst durch seine Mitglieder gemacht hatte, unser neues Vereinsheim, im Mittelpunkt stand.

Am 12. Oktober 1985 fand dann im katholischen Gemeindezentrum in der Dürrlewangstrasse unsere Jubiläumsfeier mit dem Bezirksvorsteher Herbert Burkhardt, der die Grüße der Stadt Stuttgart überbrachte und mit Werner Schüle, dem Ski-Bezirks-und Sportkreisvorsitzenden statt. Das war ein toller Abend für die Ski-Zunft Rohr. Die 40 Jahr Feier des Vereins fand dann am 4. November 2000 in unserem Vereinsheim statt. In unserem schön geschmückten Festraum wurde in toller Stimmung der letzten 40 Jahre gedacht und zu diesem Zweck wurde den Vereinsmitgliedern erstmals eine Festschrift übergeben.

Unser 50 jähriges Jubiläum, feiern wir am 6. November, also fast auf den Tag genau (Gründungsdatum 4. November 1960) im Häussler-Saal in Vaihingen, da unser eigenes Vereinsheim für die vielen Vereinsmitglieder und Gäste dann doch zu klein geworden ist.

Wir hoffen, dass wir „Skizünftler“ mit unseren Gästen einen schönen und festlichen Abend , im Gedenken an die letzten 50 Jahre Ski-Zunft verbringen werden.

Frühe Erfolge der Ski-Zunft Rohr

Nachdem die Ski-Zunft Rohr nach mehrmaligen Aufnahmeversuchen im Jahr 1961 vom WLSB anerkannt wurde, konnten die aktiven Sportler der Ski-Zunft nun endlich für ihren Verein antreten. Da dies in der laufenden Wintersaison leider nicht mehr möglich war, nahmen sie gleich die Teilnahme am Sommermannschaftslauf und dem Faustballturnier der SAV in Schopfloch auf der Schwäbischen Alb in Angriff und konnten gleich die ersten Erfolge für den jungen Verein verbuchen.

Im Winter 1962 war es dann so weit, die Ski-Zunft durfte nun zum ersten Mal offiziell an Meisterschaften teilnehmen und machte gleich durch gute Leistungen von sich reden.

Nach mehrmaligem Gewinn der Robert-Leicht- und Fruchtsaft-Wanderpokale durften die Sportler der Ski-Zunft diese sowohl in der Jugend, als auch in der Herrenklasse endgültig behalten.

Ski-Zunft Rohr Faustball

Wie aus dem Vereinsnamen ersichtlich, Skisport war und ist die Hauptsportart der Ski-Zunft Rohr. Schön und gut, das funktioniert wunderbar im Winter, aber was tun während den anderen Jahreszeiten?

Faustball, das war’s, als Ausgleichssport für die im Winter belasteten Muskeln. Als Trainingsgelände bot sich der Thingplatz in Rohr an, der aber zuerst aus einem Sandplatz in einen Rasenplatz verwandelt werden musste und somit für ein Spielfeld ausreichte.

Heute wird er als Kinderspielplatz und kleiner Park für das Hans-Rehn-Stift genutzt.

Die ersten Faustballturniere fanden auf dem damaligen Sportplatz des TSV Rohr statt, liebevoll auch Stadion „Heißer Sand“ (den Schürfwunden zur Folge) von den Faustballern genannt, um mehrere Spielfelder zu haben.
Der Thingplatz wurde in den 80er-Jahren im Zusammenhang mit dem Hans-Rehn-Stift schon als Park geplant, und somit musste ein neues Zuhause gefunden werden. 1985 war es soweit, ein neues Vereinsheim mit 2 Spielfeldern am heutigen Standort in Rohr, Dürrlewangstraße 65.

Sportlich war man als „Skiverein“ enorm erfolgreich. Mit den Jahren schafften sowohl die SZR Männermannschaft als auch die Frauenmannschaft die Aufstiege bis in die 2. Bundesliga.

Parallel zu den Erfolgen konnte die Ski-Zunft Rohr immer mehr Mannschaften aufbauen und in den Spielbetrieb einbringen. Dies alles war nur möglich, weil Albert Röhrle, Traudel Ellinger und viele mehr unermüdlich die Jugendarbeit im Faustball vorantrieben.

 Die SZR hatte mehrere Jahre lang bis zu 12 Mannschaften im Spielbetrieb: Frauen 1, Männer 1, Männer 30, Jugendmannschaften weiblich und männlich in allen Altersklassen bis hin zu den ganz kleinen, den Minis. Im Laufe der Zeit wurden es weniger Mannschaften, bedingt durch Beruf, Ausbildung, Umzug oder Abwanderung zu anderen Vereinen in der Umgebung.

Daher sind heute mehrere Spieler, jetzt im Seniorenbereich, bei anderen Vereinen, z.B. VfB Stuttgart, erfolgreich aktiv. Erfolgreich bedeutet für diese Mannschaften, der Gewinn von mehreren Württembergischen und Süddeutschen Meisterschaften, ja sogar Deutsche Meisterschaften.

Trainiert wird natürlich weiterhin auf dem hervorragend gepflegten Gelände der Ski-Zunft an der Dürrlewangstraße. Also nicht wundern, wenn neben den blauen Trikots der SZR auch andere Farben zu sehen sind.

Unsere frühen Mannschaften:

Die Jugendfreizeiten

Nachdem sich Mitte der Achtzigerjahre in der Ski-Zunft eine sehr starke und zahlreiche Jugend – meist Kinder von Vereinsmitgliedern – herausgebildet hatte, wurde die Idee geboren, nicht nur den Faustball für diese Gruppe in den Fokus der Vereinsarbeit zu stellen, sondern auch wieder das skifahrerische Moment zu betonen.
So fand die Initiative des damaligen Jugendwartes Gert Schlüter und von Peter Raez  gleich großen Anklang, für die Vereinsjugend eine Skifreizeit anzubieten.

Im Winter 85/86 fuhren wir dann erstmals nach Gaschurn (Montafon); wo unter der Leitung von Ulrike und Gert Schlüter, Renate und Peter Raez und unserem Skilehrer Hartmut Rath dann die erste Freizeit stattfand. Dafür, wie auch bei allen anderen nachfolgenden Freizeiten, opferten die Betreuer einen Teil ihres Jahresurlaubs, denn sie waren nicht nur auf der Piste verantwortlich, sondern auch für die Organisation, die Verpflegung und die abendlichen Vergnügungen (Spiele, Disco; Schabernack) zuständig.

Im nächsten Jahr, wieder in Gaschurn, konnte Hartmut Rath nicht mehr dabei sein und Holger Stricker übernahm eine kleine Gruppe auf der Piste. Aufgrund rasch steigenden Interesses an diesem sehr preiswerten Angebot, das auch immer vom Verein finanziell Unterstützung fand, wurde unser Quartier zu klein und wir fanden dann in Längenfeld/Sölden (Ötztal) zunächst einen kleineren Bauernhof, in dem wir die inzwischen auf ca. 25 Kinder im Alter von etwa 9 – 15 Jahren gewachsene Gruppe unterbringen konnten. Gert Schlüter gab dann sein Amt als Jugendwart an Peter Raez ab und es kristallisierte sich eine neue Betreuergruppe mit Renate und Peter Raez, Ursel Supper, Wolfgang Rath und einmal mit Margot Mielke heraus, die dann alle weiteren Unternehmungen in einem größeren Quartier begleiteten.


Inzwischen fuhren wir nicht mehr mit Privatwagen sondern mit einem Bus nach Längenfeld, den der Verein finanzierte.
Letztendlich aber waren wir immer gut bedient und hatten immer viel Spaß auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Seit vielen Jahren werden unsere Ausfahrten zusammen mit dem Schiverein Vaihingen durchgeführt. Dieses Miteinander ermöglicht es beiden Vereinen, Ausfahrten ausreichend voll zu bekommen und vor allem ein großes Angebot an Möglichkeiten anbieten zu können.


Wir entschlossen uns, mit der ganzen Mannschaft hoch zur Wurzenalm zu wandern, von wo aus man dann mit Schlitten wieder bis hinter unser Quartier abfahren konnte.

Tief verschneit und vereist lagen die Felder als Zielraum hinter dem Haus. Im Gegensatz zum Aufstieg, der teilweise nur unter großem Gemaule bewältigt wurde („ich dachte das soll eine Freizeit sein und nun dieser Sklavenmarsch!“), klärte sich mit dem Himmel, der sich bald im strahlendsten Blau zeigte, auch die Stimmung auf der Wurzenalm bei Almdudler, Cola oder Fanta und fast jeder fieberte schon der rasanten Abfahrt ins Tal entgegen.
Mit großem Gejohle ging’s dann immer zu zweit auf einem Rodel mehr oder weniger flott den Berg hinunter.
Was wir allerdings nicht bedacht hatten war die Tatsache, dass inzwischen die Sonne im Tal auf die Felder schien und die schöne Eisfläche – unseren Zielraum – zu einem riesigen See mit Matsch und Kuhdung verwandelte.
So begann der Anreisetag schon vor Bezug der Zimmer mit einer groß angelegten Kleidertrocknungsaktion im Stall unseres Bauerhofes.

Dass diese Betreuergruppe bis zum Winter 94/95 bestand hatte, lag sicher auch daran, dass eigentlich nie irgendwelche ernsthaften Disziplinprobleme aufgetreten waren, obwohl zwischenzeitlich auch vereinsfremde Kinder und Jugendliche regelmäßig mitgefahren sind und so teilweise auch neue Mitglieder gewonnen wurden. Die Höchstzahl der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen wuchs bis zu letzten Freizeit auf 35 an!

Letzte Freizeit: Oder:   was mich bewog, nun keine Freizeiten mehr durchzuführen:

Lange schon war uns klar, dass wir Betreuer eigentlich zu alt für derartige Freizeiten waren. Bei Freizeiten ist es doch üblich, dass am letzten Abend noch einmal so richtig aufgedreht wird und einige Streiche ausgeheckt werde. Um dies für die Teilnehmer interessanter zu machen gaben wir die Empfehlung aus, abends nach dem Abschlussspielen früh ins Bett zu gehen um für die Rückfahrt fit zu sein. Natürlich hofften wir auf ein gegenteiliges Verhalten der Kids, die dann ruhig im Bus schlafen würden. So wartete ich abends jede Stunde auf den Beginn des nächtlichen Rabatzes. Jede halbe Stunde bin ich aufgestanden, nichts tat sich! Alle Kids waren am nächsten Morgen gut ausgeschlafen. Nur ich nicht! Bei jüngeren Betreuern wäre das sicher nicht passiert.

Im Winter 94/95 fand dann die letzte Freizeit unter unserer Leitung statt.
Torsten Fruh führte dann noch einen Skiaufenthalt durch, dann verlief sich leider diese Initiative und wurde etwas später durch die Skiausfahrten des Vereins abgelöst.

Seit nun mehr 50 Jahren wird der Wintersport bei uns im Verein groß geschrieben und genau solange treffen sich mehrmals jährlich Mitglieder, Freunde und Bekannte zur kurzen Ski Trips auf die schwäbische Alb und den Schwarzwald, oder auf größere Touren in die Alpen.

Seit vielen Jahren führen wir unsere Ausfahrten der Umwelt zuliebe hauptsächlich mit dem Reisebus durch. Für unsere Teilnehmer ist diese Variante zwar etwas teurer als selbst mit dem Auto anzureisen aber auch deutlich sicherer und entspannter. Man lernt sich kennen, trinkt gemütlich das ein oder andere Getränk miteinander und fühlt sich bei unseren Ausfahrten wohl.

Seit 1987 leite ich nun, mit einer kurzen Unterbrechung, die Skiabteilung der Zünftler.

Viele Skigebiete im Allgäu, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich wurden angesteuert. Nette Vermieter, aber auch Katastrophen, haben wir dabei erleben dürfen, aber so ist es eben, wenn man an fremde Orte kommt, an denen man noch nie vorher gewesen ist.
Letztendlich aber waren wir immer gut bedient und hatten immer viel Spaß auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Seit vielen Jahren werden unsere Ausfahrten zusammen mit dem Skiverein Vaihingen durchgeführt. Dieses Miteinander ermöglicht es beiden Vereinen, Ausfahrten ausreichend voll zu bekommen und vor allem ein großes Angebot an Möglichkeiten anbieten zu können.

Interne Ausfahrten

Außer unseren öffentlichen Ausfahrten gibt es seit 40 Jahren eine Tradition, die inzwischen schon in zweiter Generation stattfindet. Einmal im Jahr fährt eine Gruppe, inzwischen die Senioren, für eine Woche nach Ischgl ins Paznautal. In den vergangenen 40 Jahren haben die Zünftler miterleben können, wie aus einem beschaulichen Bauerndorf ein toller Skiort mit vielen Hotels geworden ist.
Selbst nach so vielen Jahren fahren heute immer noch alle gerne nach Ischgl, da es dort die idealen Pisten für jeden Skiläufer gibt.

Nachdem Ischgl un Umgebung einem Langzeittest unterzogen wurde, haben sich die jüngeren Herren des Vereins der Tradition angeschlossen, wobei diese Gruppe eher darauf bedacht ist, die unterschiedlichen Skigebiete zu befahren und zu testen.
Ihre Wege führen sie quer durch die Alpen. Es werden Hütten in den Alpen von Österreich, der Schweiz oder Frankreich gemietet, um dann eine schöne gemeinsame Skiwoche zu verbringen. Es ging auch schon in die Rocky Mountains.

Skibörse

Seit 2004 Jahren gibt es die Skibörse bei der Ski-Zunft Rohr. Ins Leben gerufen von der Alpin-Ski Abteilung hat sich die Skibörse inzwischen gut etablieren können.
Immer kurz vor den Herbstferien, wenn es also so langsam ernst wird mit der Saisonvorbereitung, bietet die Ski-zunft die Möglichkeit, Skimaterial, das aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr passt oder gebraucht
wird, an den Mann zu bringen und sich selbst mit neuem, gebrauchtem Material zu versorgen.
Die Skibörse findet über zwei Tage im Vereinsheim statt. Am Freitag Abend kann man seine Sachen in aller Ruhe bei uns abgeben und zum Verkauf anbieten, am Samstag Vormittag dann besteht ebenfalls noch mal die Möglichkeit, Skier aller Art, Bekleidung und sonstiges Wintersportequipment abzugeben.
Das Besondere an unserer Skibörse ist, dass sie in einem kleinen überschaubaren Rahmen stattfindet und dass viele unserer Vereinsmitglieder mit ihrer jahrelangen Erfahrung im Bereich Alpinskisport den Käufern mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Kleinsten, wir versuchen immer ein möglichst großes Sortiment an Kinder-Ski und Kinderbekleidung im Angebot zu haben, sowie eine große Auswahl an Helmen für Groß und Klein.
In den letzten Jahren hat unsere Skibörse so viel Zuspruch erfahren, dass es am Samstag in und um die Dürrlewangstraße echt eng wird und die Besucher sich schon mal um unser ganzes Haus drum rum stauen können.
Aber auch hier tun wir unser Bestes um die Situation so angenehm wie möglich zu gestalten und halten für die Wartenden Getränke und ein kleines Vesper bereit. Die Skibörse ist also für die Besucher ein Rund-um-Servicepaket und für die Ski-Zunft immer ein großer Erfolg.

Weihnachtsmarkt

Seit dem Jahr 2004 ist die Ski-Zunft Rohr mit einem eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Vaihingen vertreten.
Die Idee dazu reifte langsam, aber als dann der Beschluss gefasst war, haben viele Leute mit angepackt und das Vorhaben umgesetzt, Öffentlichkeitsarbeit über Informationen und Leckereien.
Als erstes brauchten wir einen Stand, mit dem man sich auf dem Weihnachtsmarkt präsentieren konnte, der wurde dann kurzerhand im Vereinsheim entworfen und zusammengebaut. Dann waren wir auf der Suche nach dem richtigen Konzept, in den ersten beiden Jahren haben wir viel mit eigenen Basteleien und Selbstgebackenem experimentiert, leider mit sehr mäßigem Erfolg, auch unser Speisenangebot war leider nur eins unter vielen, auch wenn wir uns noch so viel Mühe gegeben haben. Also mussten wir uns was neues einfallen lassen. Nachdem uns unserer Skiausfahrten quer durch alle Skigebiete der Alpen führen, haben wir dann versucht die „Schmankerl“ zusammenzufassen und auf den Weihnachtsmarkt zu bringen.

Seit drei Jahren jetzt haben wir uns mit unserem Angebot gut platziert und die Leute kommen extra über den Weihnachtsmarkt gelaufen um bei uns einzukehren und dann unsere Infos und Angebote mitzunehmen. Auch wenn der Weihnachtsmarkt, der immer am ersten Advent-Wochenende stattfindet, eine große Herausforderung für uns bedeutet, man braucht Leute, die den Stand am Freitag aufstellen, ihn dann das ganze Wochenende über betreuen und ihn dann Sonntag Nacht wieder abbauen, ist es doch jedes Jahr eines der Highlights, den Verein so präsentieren zu können und viel positives Feedback der Besucher mit in die neue Saison nehmen zu können.

Die Fußballabteilung

Der Ursprung der Fußallabteilung der Ski-Zunft Rohr liegt bei der Freizeitmannschaft FC Waldhorn. Die Mannschaft traf sich nach dem Training, das zu dieser Zeit auf der Kirchwiese in Rohr oder auf dem alten Sportplatz des
SV Vaihingen im Rosental stattfand im gleichnamigen Lokal an der Steigstraße, welches zu dieser Zeit auch vorübergehend das Vereinslokal der Ski-Zunft war. Gespielt wurde gegen andere Stammtische, in Vaihingen und Rohr ansässige Firmen und sonstige Freizeitmannschaften. Im Training wurde 6 gegen 6 gespielt, als Tore dienten die mitgebrachten Sporttaschen.
Als die Mannschaft Anfang 1970 heimatlos wurde, beschlossen die Spieler, ihren Sport in der Ski-Zunft Rohr weiterzuführen. Kontakte zur Ski-Zunft gab es bereits reichlich, einige waren auch bereits Mitglied und so lag der Übergang zur Ski Zunft nahe.
Zu den ersten Spieler die der Fußballabteilung der Ski-Zunft angehörten, zählten:

Wilhelm Kempe
Siegfried (Kappo) Geyer
Gerhard (Maler) Jehle
Helmut Neumann
Willi (Kankonen) Amon
Rudi Doh
Martin Schuck
Gerhard Westphal
Hartmut Rath
Walter Daum
Hans Maier (Betreuer, Mädchen für Alles)

Gerhard (Hart!) Rath
Rolf Hölzer
Ernst Wiederroder
Lothar (Manolito) Brokhammer
Rolf Hasselbach
Felix Espeso
Hans Golbrich
Manfred Steck
Siegfried (Vadder) Schmidt
Volkmar Schulz

Nach dem Beitritt zur Ski-Zunft wurde auf dem Sportplatz des Hegel- Gymnasiums gespielt und völlig neu im Winter in der Sporthalle der Waldburg-Schule. Über die Jahrzehnte wurde der eigene Nachwuchs in die Mannschaft eingebaut, der langsam aber sicher verstärkt durch Schulkameraden, Studien und Arbeitskollegen und neue Mitglieder das Grundgerüst der heutigen Fußballabteilung bildet.
An dem Status einer reinen Freizeitmannschaft hat sich dabei bis heute nichts geändert. Gespielt wird heute im Sommer jeweils montags und donnerstags auf dem eigenen Sportplatz, im Winter immer montags und mittwochs in der Halle.

Bambini-Fußball

Von Peter Raez 2009 ins Leben gerufen, ist Bambini-Fußball heute ein fester Bestandteil bei der Ski-Zunft Rohr.
Die Trainer Martin Butemann, Ulrich Frey und Alexander Schmidt freuen sich jeden Donnerstag auf die kleinen Fußballspieler.
Mit neuen Toren und Bällen ausgestattet, ist die Motivation und die Freude auf dem Vereinsgelände riesengroß.
Angesprochen werden Kinder die Spaß an der Bewegung und am Ball haben, im Vordergrund steht der Spaß und die Freude am Fußball. Wir wollen keine leistungsfähige Mannschaft aufbauen sondern den Kindern die Freude an der
Bewegung vermitteln, es geht um Geschicklichkeit, Ausdauer, Teamfähigkeit und Spaß!
Das Angebot richtet sich an Kinder ab drei Jahren, schnuppern ist erwünscht!
Treffpunkt ist im Sommer, Donnerstags um 17.15 Uhr auf dem Vereinsgelände und im Winter um 17.30 in der Halle der Waldburgschule.

Mountainbike-Gruppe

Die Mountainbike-Gruppe der Ski-Zunft Rohr wurde am 14.09.2006 auf dem Gipfel der Greitspitz in Ischgl gegründet. Wir sind eine Gruppe von aktiv gebliebenen Leuten, die Spaß an gemeinsamen Geländetouren mit dem MTB haben, und zu diesem Hobby gerne auch andere interessierte Sportler begeistern wollen. Obwohl jede/r bei uns eine mittlere bis gute Portion Sportlichkeit mitbringt, steht für uns nicht das Erreichen irgendwelcher Höchstleistungen im Vordergrund, sondern das gemeinsame „Erlebnis MTB“
Dienstags finden unsere wöchentlichen Ausfahrten statt, wir treffen uns bei fahrbarem Wetter um 18.00 Uhr am Vereinsgelände der Ski-Zunft und machen uns auf in die nähere Umgebung. Wir sind in landschaftlichen reizvollen Gegenden außerhalb von Stadt und Asphalt unterwegs. Touren vom Filderraum bis in die Böblinger Waldgebiete, Strecken rund um die Solitude, Katzenbacher-Hof und Bärenschlössle aber auch Touren auf der Schwäbischen Alb, dem Schwarzwald und natürlich den Alpen stehen bei uns hoch im Kurs.
Wichtig: Es besteht Helmpflicht.
Im Mai, wenn die neue Saison so richtig beginnt, begleiten, bzw. besuchen wir unsere nicht radelnden Vereinsmitglieder auf der Maiwanderung, außerdem findet einmal im Jahr ein Fahrtechnikseminar statt, dort
versuchen wir Anfängern auf unserem Vereinsgelände und anschließend auf einer Tour die Mountainbike-spezifischen Fahrtechniken beizubringen, damit sie ihr Rad sicher beherrschen lernen. Rücksicht gegenüber Wanderer und der Natur ist für uns selbstverständlich. Wir fahren nur auf Wegen, nicht querfeldein!!!
Die wöchentlichen Ausritte (1-3 Std.) der MTB-Crew starten vom Frühjahr bis Herbst immer Dienstags um 18.00 Uhr am Vereinsheim der SZR in Rohr.

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Seniorengruppe

Nicht mehr wegzudenken aus dem Vereinsleben ist die Seniorengruppe unter der Leitung von Dieter Hertneck, die seit September 2000 besteht. Unsere Seniorengruppe setzt sich aus Vereinsmitgliedern ab ungefähr 60 Jahren, aus Rentnerinnen und Rentnern, aber auch jüngeren Vereinsmitgliedern, die sich die Zeit nehmen können, zusammen.
Auch Freunde des Vereins und der Mitglieder sind herzlich willkommen. Die Seniorenausfahrten finden in der Regel an jedem 3. Mittwoch im Monat statt, außer in den Ferienmonaten Juli und August.

Seit dem Jahr 2000 wurden Ausfahrten in ganz Baden-Württemberg durchgeführt, es geht zu den unterschiedlichsten Orten, Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen. Die Senioren benutzen dabei stets öffentliche Verkehrsmittel und das Baden-Württemberg Ticket der Bahn, so wird schon die Anfahrt zu einer
geselligen Runde. Die Seniorenguppe hatte 12.Mai 2010 ihre 100. Jubiläumsausfahrt nach Speyer am Rhein mit Altstadt- und Dombesichtigung durchgeführt.
Die Ausfahrten sind mit durchschnittlich 40 Teilnehmern immer gut besucht. Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft viele
schöne Ausflugsziele, Besichtigungen und Veranstaltungen unseren Senioren und Freunden der Ski-Zunft in unserem herrlichen Schwabenland anbieten können.

Wanderungen

Wanderungen haben einen großen Stellenwert bei der Ski-Zunft. Seit dem Bestehen unseres Vereins werden jährlich Vereinswanderungen durchgeführt. Davon findet eine im Frühjahr und eine zweite im Herbst statt. Die Wanderungen haben uns nicht nur die Umgebung in und um Stuttgart gezeigt, sondern haben uns auch über den Schönbuch, die Alb, den Schwarzwald und ins Allgäu geführt. Immer bestens ausgekundschaftet und geführt von unserem Wanderwart Rolf Bauch haben wir schon so manches Highlight am Wegesrand entdeckt.
Zum 50. Jubiläum der Ski-Zunft führte die Herbstwanderung mit dem Bus vom 8.-10. Oktober 2010 nach Pfunds in Österreich. Dort haben wir zwei wunderschöne Bergtouren gemacht und zwei lustige und gesellige Abende verbracht. Auch in Zukunft wollen wir unseren Mitgliedern und Freunden des Vereins schöne Wanderungen anbieten.

Hinweis: …die Informationen für diese Seite sind spärlich bis nicht vorhanden, weswegen hier nach und nach weitergemacht wird…